ärztlicher Bezirksverband Oberfranken
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Willkommen

Willkommen auf der erweiterten Homepage des Ärztlichen Bezirksverbandes Oberfranken, die sich gerade im Umbau befindet.
Der Ärztliche Bezirksverband Oberfranken ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts, seine Aufgaben finden Sie im Detail wenn Sie den Button: “Über den Bezirksverband“ anklicken.

Im Rahmen unserer Aufgaben bemühen wir uns im Moment um eine neue Form von Informations- und Kommunikationsplattform.
Ob dies gelingen wird, hängt von der Mitarbeit aller oberfränkischen Ärzte und davon ab, ob es gelingt, auch bei den oberfränkischen Bürgern Interesse für die deren Gesundheitsversorgung zu wecken.
Ganz egal ob Sie diese Seite als Arzt oder interessierter Bürger angeklickt haben, wir freuen uns, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen und uns Ihre Vorschläge oder Kommentare mailen.
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14.07.2016 - Verdachtsfall Wundbotulismus bei einem Bochumer Drogengebraucher

Das Robert Koch Institut wurde am 01.07.2016 über ein Fall von Botulismus bei einem Drogengebraucher, der Heroin injiziert hatte, in Bochum informiert. Der 52 jährige Mann wurde am 28.06.2016 mit zunächst neurologischen Symptomen (Sehstörungen, Ptosis) in ein Krankenhaus aufgenommen, hinzu kam eine Atemstörung mit kardiovaskulärer Dekompensation, so dass eine intensivmedizinische Behandlung und Beatmung notwendig wurde. Der Patient hat zahlreiche teilweise eitrig entzündete Abszesse.

Bisher wurde zwar serologisch der Nachweis von Botulinum Neurotoxin B mittels Mausbioassay erbracht, jedoch ist bisher die mikrobiologische Anzucht aus Wundmaterial der Abszesse unauffällig, so dass noch nicht klar ist, ob es sich um Wundbotulismus oder Lebensmittelbotulismus handelt. Weitere diagnostische Untersuchungen, auch von Stuhlproben, sind im Gange.

Da es in der Vergangenheit zu Häufungen von Fällen von Wundbotulimus bei Menschen, die sich Drogen injizieren, kam, vermutlich durch mit Botulismus-Sporen kontaminiertes Heroin, möchten wir dennoch um erhöhte Aufmerksamkeit bitten.

Der letzte bestätigte Fall von Wundbotulismus bei einem Drogengebraucher in Deutschland wurde Anfang 2015 gemeldet. Weitere Fälle traten in Norwegen und Schottland auf.

Das Krankheitsbild des Wundbotulismus entsteht durch Neurotoxine der Bakterien Clostridium botulinum sowie einzelner Stämme von C. baratii und C. butyricum, eines im Erdreich und Gewässersedimenten  verbreiteten Sporenbildners. Auch in früheren Ausbrüchen von Wundbotulismus bei i.v. Drogenkonsumenten (z.B. Norwegen, USA, Vereinigtes Königreich) wurde subkutan injiziertes verunreinigtes Heroin als Infektionsquelle verdächtigt. Wie die Sporen (eine Dauerform der Bakterien) in das Heroin gelangten, lässt sich meist nicht ermitteln. Vorstellbar ist eine Verunreinigung beim Transport, durch das Zusetzen von Strecksubstanzen oder bei der Zubereitung des Heroins über andere Quellen (Lösemittel, verunreinigtes Spritzbesteck). Bei den Berichten aus Norwegen und Schottland wird  intramuskulös oder subkutan injiziertes "black tar heroin" als Ursache der Infektion diskutiert.

Werden Drogen, die Sporen von Botulinum Neurotoxin-produzierenden Clostridien enthalten, unter die Haut oder ins Muskelgewebe gespritzt, können sich die Bakterien vermehren, wenn im Gewebe anaerobe Bedingungen vorherrschen. Die gebildeten Toxine lösen ca. 4-14 Tage nach Infektion das Krankheitsbild aus. Neben lokalen Symptomen einer schweren Wundinfektion besteht das klinische Bild typischerweise aus den durch das Toxin verursachten Hirnnervenlähmungen, Doppelbildern, Ptosis, Schluck- und Atemstörungen bis hin zur länger dauernden Beatmungspflichtigkeit. Die Behandlung des Wundbotulismus besteht neben der Gabe von Botulinum-Antitoxin (nur in den ersten 24 Stunden wirksam) und einer symptomatischen Therapie in einer chirurgischen Wundversorgung (breite Eröffnung der Wunde) sowie - im Gegensatz zum lebensmittelbedingten Botulismus - in einer Antibiotikagabe (Penizillin G).

Da es zu weiteren Fällen auch in anderen Bundesländern kommen kann, bitten wir um erhöhte Aufmerksamkeit und Weiterleitung dieser Information Ihre Kooperationspartner/innen in Drogenhilfeeinrichtungen, Substitutionspraxen und andere Einrichtungen, die mit Drogengebraucher/innen in Kontakt sind. Wir werden auch über die Landesstellen die Ärzteschaft sensibilisieren.

Klinische Verdachtsfälle sind unverzüglich an das lokale Gesundheitsamt zu melden.

Für Rückfragen zur Diagnostik und zum Probentransport steht Ihnen das Konsiliarlabor für Clostridium botulinum zur Verfügung:

Ansprechpartnerin Fr. Dr. Dorner: DornerBrki.de, Tel.: 030 18754-2500

sowie:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/Diagnostik_Speziallabore/Toxine/Probenbegeitschein_Botulinumtoxine.html

Weitere Informationen zu früheren Fällen von Wundbotulismus sind hier zu finden:

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/14/Art_03.html

Zum Bericht zu einer Häufung von Wundbotulismus bei injizierenden Drogenkonsumenten in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2005/Ausgabenlinks/48_05.html

Joint publication: Wound botulism in people who inject heroin in Norway and the United Kingdom

www.emcdda.europa.eu//alias.cfm//publications/joint-publications/wound-botulism-norway-uk-2015

14.07.2016 - Petition der Bürgerinitiative Gesundheit zum Krebsregister

Der Ärztliche Bezirksverband Oberfranken empfiehlt die beiliegende Information Ihrer besonderen Aufmerksamkeit, da sich die geplante Abschaffung des Krebsregisters extrem negativ auf die Interessen der Ärzteschaft und der Bevölkerung auswirken würde.

Sie können die entsprechende eMail hier als pdf-Datei herunterladen.

16.03.2016 - Merkblatt zum Zika-Virus

Dr. Burkhard Rieke und Dr. Michaela Rieke haben ein Merkblatt mit aktuellen Informationen zum Zika-Virus zusammengestellt, welches sich an Reisende richtet, die sich im Verbreitungsgebiet des Zika-Virus aufhalten.

Sie können das Merkblatt hier als pdf-Datei herunterladen.

Vereinfachung im Schwerbehindertenverfahren

Sie möchten einen Antrag auf Feststellung oder Verschlimmerung einer (Schwer-) Behinderung und/oder von Merkzeichen stellen? Zur Feststellung und Bewertung Ihrer Gesundheitsstörungen benötigt das Zentrum Bayern Familie und Soziales aktuelle medizinische Unterlagen. Durch die hier vorgestellte Vorgehensweise kann das Verfahren wesentlich beschleunigt werden.

ACHTUNG! Wegfall der vorwahlfreien Notrufnummer 19222

Mit der Einführung der europaweiten Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienste hat die vorwahlfreie Notrufnummer 19222 ihre Bedeutung verloren.

Die Nummer 19222 wird mit der Ortsvorwahl (also z.B. 0951 / 19222 für die Integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim) weiter als Servicenummer genutzt, z.B. für die Anmeldung von Krankentransporten.

 

Hinweis: Der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Herr Dr. Megerle, bietet montags von 13.00 bis 14.00 Uhr regelmäßige Sprechzeiten in Bayreuth an.

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